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Editorial
Viel ist dieser Tage über „Industrieweine“ und die „Globalisierung des Geschmacks“ zu lesen: Denn ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und den USA soll US-Winzern erlauben, ihre High-Tech-Weine bald auch in heimischen Weinregalen anzubieten. Massenweine, die mit verschiedenen technischen Tricks hergestellt wurden, die hier zu Lande teils verpönt, teils verboten sind: Tannine werden in Form von Pulver dem Rotwein beigemengt oder mit „Eichenchips“ der Barriquegeschmack simuliert... Viele Weinliebhaber fürchten um die Qualität – und dass jeder Wein bald gleich schmecken werde, egal woher er kommt. Denn ähnliche Abkommen mit anderen Weinhochburgen von Chile bis Südafrika sollen folgen. Unter www.weinbaunet.at gibt es ein eigenes Forum zu diesem brisanten Thema. Bitte diskutieren Sie mit oder schreiben Sie uns, wenn Sie noch Fragen haben: .
Diese Meldungen – sie betreffen leider nicht nur Billigweine, wie sie beispielsweise im Baumarkt um 2,50 EUR angeboten werden – schmerzen uns Winzer und sind der Weinkultur alles andere als zuträglich. Denn Qualitätsweine, wie wir sie schaffen, entstehen nicht im Industrieverfahren, sondern aus Zutaten wie Boden, Lage und Klima, verbunden mit dem persönlichen „Touch“ des Winzers. Diese Liebe und Leidenschaft für den Weinspüren auch unsere Kunden. Sie können sich persönlich bei uns umsehen, informieren und unsere Weine verkosten und diese meist auch selbst lieben und schätzen lernen. Denn die von der Natur und durch Winzerhand gegebenen Bedingungen lassen jedes Jahr unterschiedliche Weine entstehen, die das Weinverkosten immer wieder aufs Neue zu einem spannenden Erlebnis machen – im Gegensatz zu industriellen Einheitsweinen, die auf ihre Art über Jahre hinweg gleich bleibende Produkte liefern.
Zuletzt noch ein Beispiel für das Qualitätsdenken hier zu Lande: Mit einer intensiven Selektion vor und bei der Ernte nehmen wir bewusst hohe Ertragsminderungen in Kauf – heuer durchschnittlich 40 %, bei Weißweinen, St. Laurent und Zweigelt sogar bis zu 60 % – um eine Spitzenqualität bei der Ernte sicherzustellen.
Weinliebhaber schätzen diese Qualität eben und sind auch gerne bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, um einen Tropfen mit Terroir zu genießen. Ein Wiener Künstler sagte einmal: „Das Leben ist zu kurz, um sich mit schlechtem Wein aufzuhalten!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Waltraud, Wolfgang und Clemens Reisner-Igler
2005 – ein Weinjahr mit Herausforderungen
Was Ihnen das Weinjahr 2005 an Qualitätsweinen bieten wird, bleibt spannend. Soviel vorab: Ein Jahr der Herausforderungen begann mit einem kalten Winter, Spätfrost und kühlem feuchten Blütewetter. Der wechselhafte Sommer verzögerte den Reifeprozess, weshalb unser Hauptaugenmerk in der Weingartenarbeit lag: Ausdünnen des Traubenbehanges und gewissenhafte Laubarbeit, um die gewünschte Reifegradation zu erhalten. Aber ab Ende August hatten wir wunderschönes Wetter und herrliche Herbsttage während der Lesezeit, die uns mit gesunden, reifen Trauben für die Anstrengungen während des Jahres belohnte. Der Winter gehört nun der konzentrierten Verkostung, um unsere Weine in ihrem Reifeprozess zu begleiten und zu formen – ohne technische Tricks.
Join the Club!
Mit Ihrer Gratis-Mitgliedschaft im „Hans Igler Weinclub“ profitieren auch Sie von den Angeboten für unsere Stammkunden: Informationsvorsprung, Reservierungsservice, Preisvorteile. Registrieren Sie sich als Clubmitglied – einfach und kostenlos bei uns im Weingut, bei Degustationen oder online unter www.weingut-igler.at.
Buch-Tipp: Neuerscheinungen in Sachen Wein
Neu: „Österreich entkorkt“ Jürgen Scheidegger, ein Schweizer Autor, der nach seinem erfolgreichen Buch „Die Schweiz entkorkt“ einen unabhängigen und aktuellen österreichischen Weinguide – einen Wein- und Reiseführer durch Österreichs Weinbaugebiete geschrieben hat – sehr interessant und informativ! Preis im Buchhandel: € 29,50
„Burgenland Wein & Kulinarisches“ – von Rudolf Lantschbauer und Georges Spengler – Vinothek Verlag, erhältlich in den Weingütern bzw. im Büro der Renommierten Wein güter Burgenlands, Preis: € 29,50. Mail to
Rezepte zum Wein
Karl und Rudolf Obauer präsentieren uns heute ein weihnachtliches Gericht, das – ganz typisch für die Obauers – geprägt ist von einer starken Identifikation mit den Produkten der Region. Zu den kulinarischen Kreationen der Spitzenköche aus Werfen können Sie in deren 4 Hauben-Restaurant auch unsere Weine genießen. Als Weinbegleitung zu diesem Rezept empfehlen die Obauers unseren Blaufränkisch 2002 Ried Hochberg, den man zum Kochen verwenden und während der Bratzeit durchaus auch schon selbst genießen sollte. Wohl bekomm’s.
Gansl mit Bauernkraut für 6 Portionen |
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Zutaten
1 Gans (ca. 3 kg) 2 Äpfel 6 Zehen Knoblauch 1 Zitrone / 1 Orange Mehl / Ketchup Sojasauce / Honig Kümmel / Majoran Sonnenblumenöl Gänsefett Salz / Pfeffer
1. Von der Gans die Keulen ablösen. Rücken von der Brust schneiden, Fett ablösen. Gänsekeulen auf der Hautseite in ein wenig Gänsefett knusprig anbraten, restliches Gänsefett und ein wenig Öl zugeben, sodass die Keulen im Fett schwimmen. Zugedeckt ca. 1 1/2 Stunden köcheln. Gänsekeulen aus dem Fett heben.
2. Rückenknochen in Stücke schneiden. Gänsebrust am Knochen mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Gemeinsam mit Äpfeln, 5 Zehen Knoblauch (mit der Schale), 1/8 l Wasser und den Knochen in einen Schmortopf geben und im Rohr bei 220 Grad anbraten. Nach 1/4 Stunde die Hitze auf 190 Grad reduzieren und die Gänsebrust insgesamt ca. 1 1/2 Stunden braten. Immer wieder mit der Schmorflüssigkeit übergießen.
3. Gänsebrust aus dem Schmortopf nehmen, Schmorflüssigkeit in ein Geschirr giessen, Fett abschöpfen, Knochen mit wenig Mehl stauben, Saft zugießen, alles ca. 1/4 Stunde köcheln. Saft abseihen, mit ein wenig getrocknetem Majoran, Salz und Pfeffer würzen.
4. 2 EL Honig, abgeriebene Schalen von 1 Zitrone und 1 Orange, 1 TL Kümmel, 1 TL Ketchup, 1 TL Sojasauce, 1 gepresste Zehe Knoblauch mit ein wenig Wasser aufkochen.
5. Gänsebrustfleisch von den Knochen lösen. Gänsebrust und -keulen auf ein Backblech geben, mit der Honigmischung bestreichen und bei 220 Grad Oberhitze braten, bis die Haut knusprig ist.
6. Gänsebrust und Keulen teilen, mit Kraut servieren. Als zusätzliche Beilage Knödel oder Erdäpfelnudeln servieren. Die Bratzeit von Gänsen kann nie exakt angegeben werden. Sie differiert bis zu einer Stunde (abhängig von der Mast der Gänse).
Für das Bauernkraut 1 mittelgroßer Kopf Blaukraut 3 Zwiebeln 6 Zehen Knoblauch / 2 Äpfel Evtl. Steinpilze / 100 g Speck 3/4 l Rotwein / Honig Kümmel / Majoran Essig / Gänsefett Zucker / Salz / Pfeffer
7. Das Kraut kann man zubereiten, während die Gans brät: Kraut blättrig schneiden. Knoblauch klein schneiden. Zwiebel und Speck würfelig schneiden. Speck, Zwiebel und Knoblauch in 3 EL Gänsefett anschwitzen, 3 EL Zucker einrühren und karamelisieren lassen, Blaukraut einrühren, Geschirr zudecken, Kraut bissfest dünsten.
8. Äpfel mit der Schale grob reiben, gemeinsam mit Kümmel ins Kraut rühren. Noch kurz dünsten, Essig zugießen, soviel Rotwein zugießen, dass das Kraut knapp bedeckt ist. Noch ca. 1/4 Stunde ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken. Evtl. auch ein wenig Honig und pürierte Quitte einrühren. Wenn verfügbar, zwei Steinpilze blättrig schneiden, in Butter braten und unter das Kraut rühren.
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Restaurant Obauer, Markt 46, A-5450 Werfen im Salzburger-Land, Austria Tel. +43 (0) 6468/52 12-0, Fax +43 (0) 6468 / 5212-12, E:
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Termine zum Notieren
13. – 15. Jänner 2006: Weinmesse Berlin
9. März 2006: Winetimes im Hotel Central-Spa in Sölden gemeinsam mit dem Weingut Alois Gross, Ratsch, Südsteiermark
26. – 28. März 2006: Prowein Düsseldorf
Wein-Tipp: Degustationspakete als Geschenke
Mit unseren vier Degustationspaketen können Sie sich selbst und/oder* Ihren Freunden reine Freude schenken. (*Die Wahrscheinlichkeit, zur privaten Igler-Weinverkostung Ihres Freundes eingeladen zu werden, ist in der Regel hoch.) Sicher ist hingegen: Das Preis-Leistungsverhältnis kann sich sehen lassen.
Weinpaket Blaufränkisch groß: 4 Blaufränkisch 2004 Classic 4 Blaufränkisch 2003 Ried Hochberg 4 Blaufränkisch 2003 Biiri Vorteilspreis: statt 122,40 € 105,-
Weinpaket Blaufränkisch klein: 2 Blaufränkisch 2004 Classic 2 Blaufränkisch 2003 Ried Hochberg 2 Blaufränkisch 2003 Biiri Vorteilspreis: statt 61,20 € 55,-
Weinpaket „La grande Selection“ 3 Pinot Noir 2003 3 Vulcano 2003 3 Cabernet Sauvignon 2003 2 Ab Ericio 2003 1 Blaufränkisch 2002 Juwel Vorteilspreis: statt 251,- € 215,-
Weinpaket „La petite Selection“ 2 Vulcano 2003 1 Pinot Noir 2003 1 Cabernet Sauvignon 2003 1 Ab Ericio 2003 1 Blaufränkisch 2002 Juwel Vorteilspreis: statt 134,- €115,-
Preisangaben zuzüglich Transportspesen. Abgabe in Haushaltsmengen.
Aktuelle Weinbewertungen
Vinaria
Das österreichische Weinmagazin bewertet in ihrer Ausgabe 4/2005 unter „Rotweine 2003 Teil 1 - Ausgezeichnete Weine“ unseren Blaufränkisch 2003 Ried Hochberg €9,-- Feine Frucht, offen, stilvoll, burgundischer Ansatz, sehr transparent, elegant, frisch, vitaler Charakter, mineralisch, kernig, sehr fein, Trinkvergnügen, 16,3 von 20 Punkten
St. Laurent 2003 €6,50 Tiefe, saftige Frucht, viel Kirsche und Preiselbeeren; elegant, mineralische Ader, vital dicht, voller Saft und Kraft, Mund voll Wein, ausgezeichnet gelungen, 16,3 von 20 Punkten. Leider schon ausverkauft, aber Jahrgang 2004 präsentiert sich auch ausgezeichnet!
Internationaler Weinpreis MUNDUSvini 2005
Ab Ericio 2002– Silbermedaille Vulcano 2003– Sehr gut
Wine Challenge 2005, London
Ab Ericio 2002 – Bronzemedaille Blaufränkisch 2002 Biiri – Seal of Approval
BTI Austrian Wine Tasting Chicago, USA
bewertet unseren Hans Igler 2001 Vulcano Cuvée, Mittelburgenland, $34, so: Brilliant ruby red hue. Cherry, red plum, a hint of tobacco and dried herb aromas. Medium-bodied, this is an elegantly styled red with juicy red fruit, moderate tannins and subtle oak. Lovely food wine. 87 points (highly recommended)
Weingut Hans Igler
Langegasse 49 A-7301 Deutschkreutz T: 0 2613 / 80 365 F: 0 2613 / 80 365-7 E: www.weingut-igler.at www.hans-igler.com Öffnungszeiten: Mo - Sa 9.00 - 12.00, 13.00 - 18.00 Voranmeldung erwünscht, Sonntag und Feiertag: nur gegen Voranmeldung.
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